Kantatengottesdienst

Mehrmals im Jahr veranstaltet die Evangelisch-Lutherische Kirche Basel und Nordwestschweiz Kantatengottesdienste, die eine besondere liturgische und musikalische Struktur aufweisen. Sie basieren meist auf Elementen traditioneller Vesperliturgien der Frühreformationszeit. Dort spielt die Interaktion zwischen dem (meist lateinischen) Gesang der Kirchenmusiker und der deutschen Antwort seitens der Gemeinde eine wichtige Rolle.

Obwohl die lutherischen Kirchen nie eine einheitliche Vesperliturgie hatten, geben die Musikdrucke von Georg Rhau sowie die Musikhandschriften von Johann Walter wie auch eine handschriftliche Kirchenordnung für die Wittenberger Pfarrkirche aus dem Jahr 1543/44 Auskünfte über die lutherische Praxis, zumindest in Wittenberg in der ersten Generation nach der Reformation. Diese Quellen zeigen eine noch sehr eng an die katholischen Wurzeln gebundene Liturgie und einen beeindruckenden Reichtum an hörenswerter Musik.

Aus diesem Schatz schöpfen unsere Kirchenmusiker, stellen spezielle Programme für die Kantatengottesdienste zusammen und engagieren professionelle Sänger und Instrumentalisten zur Unterstützung. Die dargebotene Musik reicht von der Frühreformationszeit bis in die geistliche Musik der Gegenwart und verbindet sich in besonderer Weise mit Liturgie und Stille.

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